
Was sind die Barclays Eurowings Kreditkarten?
Die Barclays Eurowings Classic und Barclays Eurowings Premium sind zwei Visa-Kreditkarten, die Barclays im Auftrag von Eurowings herausgibt und die Miles & More-Meilen bei jedem Karteneinsatz gutschreiben. Beide Karten richten sich an Reisende, die regelmäßig mit Eurowings fliegen und ihr Meilenkonto über Alltagsausgaben aufbauen möchten. Der wesentliche Unterschied liegt im Jahrespreis, in den enthaltenen Versicherungen und in den Eurowings-Reisevorteilen.
Hinweis: Das Privatkundengeschäft von Barclays läuft seit 2026 unter dem Markennamen easybank (ehemals Barclays). Die Eurowings Kreditkarten werden weiterhin unter Eurowings-Branding angeboten; laufende Verträge und ausgegebene Kreditkarten behalten ihre Gültigkeit ohne Änderung der Produktkonditionen.
Die gesammelten Punkte werden im Programm Miles & More gutgeschrieben – dem Vielfliegerprogramm von Lufthansa und Eurowings. Da Eurowings zum Lufthansa-Konzern gehört, ist Miles & More das führende Vielfliegerprogramm im deutschsprachigen Raum. Prämienmeilen lassen sich für Flüge, Upgrades oder Sachprämien bei zahlreichen Partnern einlösen.
Wie viele Bonusmeilen gibt es beim Willkommensbonus?
Der aktuelle Willkommensbonus beträgt 10.000 Prämienmeilen für die Premium-Karte und 500 Prämienmeilen für die Classic-Karte, jeweils bei Erfüllung der Antragsbedingungen als Neukunde.
Als Neukunde gilt, wer in den vorangegangenen 24 Monaten keine der Barclays Eurowings Kreditkarten besessen hat. Der Willkommensbonus wird nach Erreichen eines Mindestumsatzes innerhalb der ersten Monate nach Kartenerhalt dem Miles & More-Konto gutgeschrieben; die genaue Umsatzschwelle und Frist sind den jeweils aktuellen Antragsbedingungen zu entnehmen. Eine Übersicht aller derzeit verfügbaren Kartenangebote bietet die Seite mit allen aktuellen Willkommensboni im Vergleich.
Wie hoch ist die Jahresgebühr der Barclays Eurowings Premium?
Die Jahresgebühr der Barclays Eurowings Premium beträgt 0 € im ersten Jahr für Neukunden und 99 € ab dem zweiten Jahr. Damit gehört sie zu den Reisekreditkarten im mittleren Preissegment, die gleichzeitig kostenlose Bargeldabhebungen weltweit und Versicherungsleistungen einschließen.
Zum Vergleich: Eine separate Auslandsreisekrankenversicherung für Einzelpersonen kostet je nach Anbieter 30–80 € im Jahr; eine Reiserücktrittsversicherung weitere 30–60 €. Wer beide Versicherungsprodukte ohnehin abschließen würde, kann die 99 € Jahresgebühr der Premium-Karte durch den Wegfall dieser Einzelkosten rechnerisch annähernd ausgleichen. Hinzu kommt die Ersparnis durch den entfallenden Fremdwährungsaufschlag von 1,99 % (bei der Classic-Karte) sowie der konkrete Nutzwert von Fastlane an 21 europäischen Flughäfen und Priority Check-in.
Wie viele Meilen sammelt man pro Umsatz?
Beide Karten gutschreiben eine Miles & More-Prämienmeile für je 2 € Kartenumsatz, unabhängig davon, wo die Karte eingesetzt wird. Das ergibt eine Sammelquote von 0,5 Meilen pro Euro. Diese Rate gilt für reguläre Umsätze; bei Eurowings-Buchungen direkt mit der Karte kommen die Reisevorteile hinzu, ohne dass eine erhöhte Meilenrate vergeben wird.
Beispielrechnung: Meilen aus Alltagsausgaben
Bei einem monatlichen Kartenumsatz von 1.000 € (12.000 € im Jahr) ergibt sich folgende Rechnung:
- 12.000 € ÷ 2 € = 6.000 Prämienmeilen pro Jahr aus laufendem Kartenumsatz
- Zuzüglich Willkommensbonus für Neukunden (je nach aktueller Angebotshöhe)
- Richtwert Meileneinlösung für Flüge: ca. 0,01–0,02 € pro Meile → Gegenwert der 6.000 Meilen: rund 60–120 €
Bei einem monatlichen Umsatz von 500 € (6.000 € im Jahr) fallen entsprechend 3.000 Prämienmeilen an. Zusätzliche Meilen können über Eurowings-Flüge selbst, über Miles & More-Partnerprogramme (Hotels, Mietwagen) und den Willkommensbonus angesammelt werden. Wer also im ersten Jahr mit dem Willkommensbonus und regelmäßigem Karteneinsatz kombiniert, kann sein Meilenkonto deutlich schneller aufbauen als durch Fliegen allein.
Welche Versicherungen sind in der Premium-Karte enthalten?
Die Barclays Eurowings Premium enthält drei Reiseversicherungen: eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchsversicherung, eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung. Diese Versicherungen greifen, sofern die Reise oder Miete mit der Karte bezahlt wurde; die Classic-Karte enthält keine dieser Versicherungsleistungen.
Im Detail gilt:
- Reiserücktrittsversicherung: Erstattet die Stornokosten, wenn eine versicherte Person aus Krankheit, Unfall oder Tod die Reise nicht antreten kann. Der Versicherungsschutz greift, wenn die Reise mit der Premium-Karte gebucht oder die Anzahlung damit geleistet wurde.
- Reiseabbruchversicherung: Übernimmt die Mehrkosten bei ungeplantem Abbruch einer laufenden Reise – etwa durch schwere Erkrankung vor Ort oder einen Todesfall in der Familie.
- Auslandsreisekrankenversicherung: Deckt medizinisch notwendige Behandlungskosten im Ausland, einschließlich eines Krankenrücktransports nach Deutschland.
- Mietwagen-Vollkaskoversicherung: Übernimmt den Selbstbehalt bei Fahrzeugschäden am Mietauto, wenn die Miete vollständig mit der Premium-Karte bezahlt wurde. Die Deckung entfällt in der Regel bei Fahrlässigkeit und für bestimmte Fahrzeugklassen.
Alle Versicherungsleistungen sind an Bedingungen geknüpft; die vollständigen Versicherungsbedingungen stellt easybank (ehemals Barclays) gemeinsam mit den Kartenunterlagen bereit. Es empfiehlt sich, die Deckungssummen und Ausschlüsse vor Reisebeginn zu prüfen.
Welche Eurowings-Vorteile bietet die Premium-Karte?
Wer seinen Eurowings-Flug mit der Premium-Karte bezahlt, erhält vier konkrete Reisevorteile: kostenlose Wunschsitzplatz-Reservierung, Priority Check-in am Schalter, Zugang zur Fastlane (Security-Schnellspur) an 21 europäischen Flughäfen sowie kostenfreie Sportgepäck-Mitnahme.
- Wunschsitzplatz: kostenlos bei Kartenzahlung
- Priority Check-in: am Schalter ohne Warteschlange
- Fastlane Security: an 21 europäischen Flughäfen
- Sportgepäck: kostenlos, wenn der Flug mit der Karte gebucht wird
Diese Vorteile setzen voraus, dass der Flug vollständig mit der Eurowings Premium-Karte gebucht und bezahlt wird. Für Buchungen über Reisebüros oder Drittanbieter-Portale sollte geprüft werden, ob die Vorteile ebenfalls aktiviert werden; verlässlicher ist die direkte Buchung auf eurowings.com. Die Fastlane an 21 europäischen Flughäfen ist besonders relevant für Reisende, die regelmäßig an großen Hubs wie Düsseldorf, Köln oder Wien reisen.
Was kostet die Barclays Eurowings Classic?
Die Barclays Eurowings Classic kostet im ersten Jahr 0 € (Neukunden) und ab dem zweiten Jahr 29 € Jahresgebühr. Sie liegt damit deutlich unter der Premium-Variante und eignet sich für Reisende, die die günstigere Einstiegsoption bevorzugen und auf den umfangreicheren Versicherungsschutz verzichten können.
Bei 29 € Jahresgebühr muss die Classic-Karte weniger Gegenleistung erbringen, um sich zu rechnen: Wer zwei Hin- und Rückflüge pro Jahr mit Eurowings bucht und dabei die kostenfreie Sportgepäck-Mitnahme nutzt, kann die eingesparten Flugnebenkosten gegen den Jahresbeitrag rechnen. Sportgepäck kostet bei Eurowings regulär ab 12 € je Flugabschnitt; bei vier Flugabschnitten (zwei Hin-/Rückflüge) macht das rechnerisch bis zu 48 € Ersparnis – was die Jahresgebühr von 29 € bereits übersteigen kann.
Welche Eurowings-Vorteile hat die Classic-Karte?
Die Classic-Karte gewährt bei Flugbuchung mit der Karte zwei Eurowings-Vorteile: kostenlose Sportgepäck-Mitnahme und Zugang zur Fastlane an fünf deutschen Flughäfen. Priority Check-in und Wunschsitzplatz-Reservierung sind der Premium-Karte vorbehalten.
Für häufige Reisende auf innerdeutschen Strecken bietet die Fastlane an fünf deutschen Flughäfen einen praxisrelevanten Zeitvorteil ohne Aufpreis. Aktuelle Informationen zu den verfügbaren Fastlane-Standorten veröffentlicht Eurowings direkt auf eurowings.com. Die kostenfreie Sportgepäck-Mitnahme der Classic-Karte ist funktional identisch mit der der Premium-Karte – beide Varianten ermöglichen die Mitnahme von Sportequipment ohne zusätzliches Entgelt, sofern der Flug mit der jeweiligen Karte bezahlt wurde.
Wie unterscheiden sich Classic und Premium bei Auslandsgebühren?
Die Premium-Karte erhebt keine Fremdwährungsgebühren und erlaubt kostenlose Bargeldabhebungen weltweit, während die Classic-Karte eine Fremdwährungsgebühr von 1,99 % auf Umsätze in Fremdwährung berechnet; Bargeldabhebungen im Ausland sind jedoch bei beiden Varianten kostenlos möglich.
Wer häufig außerhalb der Eurozone reist oder in Fremdwährung einkauft, sollte die 1,99 % Fremdwährungsgebühr der Classic-Karte in die Gesamtkosten einkalkulieren: Bei 3.000 € Auslandsausgaben pro Jahr fallen damit rund 59,70 € an Aufschlägen an – was die Jahresgebühr von 29 € bereits übersteigt und den Wechsel zur Premium-Karte rechnerisch begünstigen kann.
| Merkmal | Classic | Premium |
|---|---|---|
| Jahresgebühr ab Jahr 2 | 29 € | 99 € |
| Meilen pro 2 € Umsatz | 1 Meile | 1 Meile |
| Fremdwährungsgebühr | 1,99 % | keine |
| Bargeld weltweit kostenlos | ja | ja |
| Reiseversicherungen | nein | 3 Versicherungen |
| Fastlane-Flughäfen | 5 (Deutschland) | 21 (Europa) |
| Priority Check-in | nein | ja |
| Wunschsitzplatz kostenlos | nein | ja |
| Sportgepäck kostenlos | ja | ja |
| Apple Pay / Google Pay | ja | ja |
Für wen lohnt sich die Premium-Karte?
Die Premium-Karte rechnet sich für Reisende, die mindestens mehrmals im Jahr mit Eurowings fliegen und die enthaltenen Versicherungen sowie den wegfallenden Fremdwährungsaufschlag nutzen möchten. Bei einem typischen Auslandsurlaub und regelmäßigen Kartenumsätzen kann der Versicherungsschutz den Jahresbeitrag von 99 € ausgleichen, sofern vergleichbare Versicherungen sonst separat abgeschlossen werden müssten.
Konkret eignet sich die Premium-Karte für Personen, auf die mindestens drei der folgenden Punkte zutreffen:
- Mindestens zwei bis drei Eurowings-Flüge pro Jahr (idealerweise als Direktbuchung)
- Regelmäßige Reisen außerhalb der Eurozone, bei denen die entfallende Fremdwährungsgebühr bares Geld spart
- Keine separate Auslandsreisekrankenversicherung oder Reiserücktrittsversicherung vorhanden
- Häufige Mietwagenbuchungen, bei denen die enthaltene Vollkasko-Abdeckung greift
- Wunsch nach Fastlane-Zugang an 21 europäischen Flughäfen und Priority Check-in
Für gelegentliche Eurowings-Passagiere, die ausschließlich in der Eurozone reisen und keine Versicherungsleistungen benötigen, ist die Classic-Karte mit 29 € Jahresgebühr die kosteneffizientere Wahl. Der Meilenertrag aus laufendem Umsatz ist bei beiden Karten identisch.
Eurowings Kreditkarten im Vergleich zu anderen Miles & More Karten
Die Eurowings-Karten von easybank (ehemals Barclays) sind nicht die einzigen Wege, um Miles & More-Meilen per Kreditkarte zu sammeln. Im Markt existieren weitere Miles & More-Kreditkarten mit abweichenden Konditionen, Sammelraten und Zusatzleistungen:
| Karte | Jahresgebühr | Sammelrate | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Eurowings Classic (easybank) | 0 € / 29 € ab Jahr 2 | 0,5 Meilen/€ | Günstiger Einstieg, Sportgepäck, Fastlane DE |
| Eurowings Premium (easybank) | 0 € / 99 € ab Jahr 2 | 0,5 Meilen/€ | 3 Reiseversicherungen, Fastlane Europa, kein FX-Aufschlag |
| Miles & More Credit Card (andere Anbieter) | ab ca. 55 €/Jahr | 0,5–1 Meile/€ | Breiteres Einlösenetzwerk, teils höhere Meilenraten |
Die Eurowings-Karten punkten vor allem bei Reisenden, die primär mit Eurowings fliegen und die spezifischen Reisevorteile (Fastlane, Priority Check-in, Sportgepäck) aktiv nutzen. Für Miles & More-Sammler, die gleichermaßen mit Lufthansa oder anderen Star-Alliance-Partnern fliegen, können andere Kartenprodukte sinnvoller sein. Weitere Informationen zu aktuellen Kartenangeboten und Willkommensboni finden sich in der Kartenübersicht auf MileGuy.de.
Wie beantrage ich eine der Barclays Eurowings Kreditkarten?
Der Antrag erfolgt online über den Barclays-Antragslink; die Prüfung und Kartenausstellung übernimmt Barclays direkt. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Deutschland und eine positive Bonitätsprüfung. Als Neukunde entfällt die Jahresgebühr im ersten Jahr automatisch.
Seit der Umfirmierung unter easybank (ehemals Barclays) im Jahr 2026 läuft das Privatkundengeschäft unter neuem Markennamen weiter; der Antragsprozess und die Produktmerkmale der Eurowings Kreditkarten bleiben unverändert. Bestandskunden werden über etwaige Änderungen direkt durch easybank informiert. Der Online-Antrag dauert in der Regel wenige Minuten; nach Genehmigung wird die Karte per Post zugestellt.
Welche Zahlungsfunktionen unterstützen beide Karten?
Beide Karten unterstützen kontaktloses Bezahlen per NFC sowie die digitale Wallet-Integration in Apple Pay und Google Pay, sodass Kartenumsätze auch ohne physische Karte getätigt werden können.
Im Alltag bedeutet das: Alle Umsätze über Apple Pay oder Google Pay fließen in die Meilensammlung ein – genauso wie Zahlungen mit der physischen Karte oder im Online-Handel. Es gibt keine Einschränkung nach Zahlungsweg; jede reguläre Transaktion zählt mit der Rate von 1 Meile je 2 € Umsatz. Digitale Zahlungen gelten damit als vollwertige Ersatzlösung für die Plastikkarte, ohne Verlust bei der Meilenakkumulation.
Welche Alternativen gibt es zu den Barclays Eurowings Karten?
Wer nicht primär mit Eurowings fliegt oder ein breiteres Meilen-Netzwerk bevorzugt, kann Miles & More-Meilen auch über andere Kreditkarten sammeln, etwa die Miles & More Kreditkarten von Lufthansa oder Partnerbanken. Ein Vergleich mehrerer Karten hilft dabei, das passende Verhältnis aus Jahresgebühr, Meilenrate und Zusatzleistungen zu finden.
Für Vielreisende, die auch mit anderen Airline-Programmen sammeln oder Punkte bei Hotels und Mietwagen bevorzugen, existieren Kreditkarten mit Transferprogrammen und flexibleren Einlöseoptionen. Die Eurowings-Karten bieten ihre stärksten Vorteile dann, wenn die Eurowings-spezifischen Reisevorteile regelmäßig in Anspruch genommen werden. Wer ausschließlich Meilen sammeln möchte, ohne spezifische Airline-Vorteile zu benötigen, sollte auch kartenübergreifende Vergleiche anstellen.