Die bekanntesten First-Class-Produkte, die du ab Deutschland erreichst, sind 2026 die Suites von Singapore Airlines im A380, die neue Allegris First Class von Lufthansa im A350-900 ab München und die Emirates First Class im A380 mit Dusche an Bord. Mit Meilen am besten erreichbar ist für deutsche Sammler Lufthansa über Miles & More – allerdings mit sehr wenigen Prämienplätzen und hohen Zuzahlungen. Singapore und Emirates buchst du nur über deren eigene Programme.
Dieser Artikel vergleicht die drei Kabinen und zeigt, auf welchem Flugzeug und mit welcher Währung du sie bekommst. Welches Flugzeug sich generell auf der Langstrecke lohnt, steht in unserem Vergleich A380, A350, 787.
Welche First Class ist 2026 die beste?
Eine objektiv beste First Class gibt es nicht – es hängt davon ab, ob dir Privatsphäre, Bett, Service oder die Erreichbarkeit mit Meilen am wichtigsten ist. Die drei Produkte im Überblick:
| Airline | Flugzeug | Plätze | Ab Deutschland | Mit welchen Meilen |
|---|---|---|---|---|
| Singapore Airlines Suites | A380 | 6 Suiten | Frankfurt–Singapur (saisonal A380) | KrisFlyer |
| Lufthansa Allegris First | A350-900 | 3 Suiten | nur ab München | Miles & More |
| Lufthansa First (klassisch) | A380, 747-8 | 8 Sitze (A380) | A380 nur ab München | Miles & More |
| Emirates First | A380, 777 | 14 Suiten (A380) | Frankfurt, München | Emirates Skywards |
Was macht die Singapore Airlines Suites besonders?
Die Singapore Airlines Suites sind unter den drei hier verglichenen Produkten das einzige mit einem vom Sessel getrennten Bett. Sie gibt es nur im Airbus A380, dort mit sechs Suiten auf dem Oberdeck.
- Eigener Raum mit Schiebetür: Jede Suite ist rundum geschlossen.
- Sessel und Bett getrennt: Der drehbare Sessel bleibt stehen, das Bett wird separat ausgeklappt.
- Doppelbett: Zwei nebeneinanderliegende Suiten in der Mitte lassen sich zu einem Doppelbett verbinden.
- Strecken: Singapore Airlines setzt den A380 2026 unter anderem nach London, Sydney und Frankfurt ein. Frankfurt ist im Sommerflugplan (bis Ende Oktober 2026) täglich mit dem A380 bedient, im Winter kann das Flugzeug wechseln – prüfe vor der Buchung den Sitzplan.
Mit Meilen: Suites-Prämienplätze gibt Singapore Airlines praktisch nur für Mitglieder des eigenen Programms KrisFlyer frei, nicht für Star-Alliance-Partner wie Miles & More. Membership Rewards® Punkte von American Express® kannst du zu KrisFlyer übertragen, seit August 2025 aber nur noch im Verhältnis 3:2 – aus 3.000 Membership Rewards® Punkten werden 2.000 KrisFlyer-Meilen, und der Transfer dauert bis zu 15 Werktage.

Wo fliegt die Lufthansa First Class 2026?
Lufthansa fliegt 2026 zwei First-Class-Generationen: die neue Allegris First im A350-900 ab München und die klassische First Class im A380 (ebenfalls nur ab München) und in der Boeing 747-8.
Allegris First (A350-900): Drei Suiten mit fast raumhohen Wänden und Tür, eine davon als Doppelsuite für zwei Personen. Die Kabine ist in rund zehn A350-900 verbaut, die alle in München stationiert sind. Im Winterflugplan 2026/27 fliegen sie laut meilenoptimieren unter anderem nach Chicago, Los Angeles, Miami, New York, Newark, San Diego, Washington, Kapstadt, Singapur, Shanghai und Tokio-Haneda. Welche Maschine konkret fliegt, kann kurzfristig wechseln. Die Boeing 787-9 mit Allegris ab Frankfurt hat keine First Class.
Klassische First (A380): Acht Sitze vorne im Hauptdeck, nicht im Oberdeck – dort sitzt die Business Class. Im Winter 2026/27 fliegt der Lufthansa-A380 ab München nach Bangkok, Delhi, Los Angeles und San Francisco; Los Angeles und San Francisco wechseln von Mitte Januar bis Ende Februar 2027 auf den A350.
Dazu kommt der Boden: First-Class-Gäste nutzen in Frankfurt das First Class Terminal und die First Class Lounges im Terminal 1, in München die First Class Lounges im Terminal 2.
Mit Meilen: Das ist der realistischste Weg für Sammler in Deutschland, aber kein einfacher. Miles & More berechnet Lufthansa-Flüge dynamisch. Ein Beispiel vom August 2026: Allegris First von München nach San Diego für 157.500 Meilen plus rund 1.000 Euro Steuern und Gebühren – und das nur an einzelnen Tagen im Winter. Seit Juni 2026 berichten Blogs außerdem, dass Lufthansa kaum noch First-Class-Plätze an Partnerprogramme freigibt. Rechne also mit Miles & More, nicht mit Umwegen.

Gibt es bei Emirates wirklich eine Dusche an Bord?
Ja – im Airbus A380 hat die First Class zwei Duschräume für die 14 Suiten. Du reservierst dir einen Zeitpunkt, das Wasser läuft pro Gast rund fünf Minuten. In der Boeing 777 gibt es keine Dusche.
- Suite mit Schiebetür und flachem Bett, im A380 auf dem Oberdeck.
- Bordbar im A380 für First- und Business-Class-Gäste.
- Ab Deutschland: Emirates hatte den A380 im Juni 2026 vorübergehend aus Deutschland abgezogen und setzt ihn seit Juli wieder ab Frankfurt und München ein. Nach Düsseldorf fliegt eine A380-Version ohne First Class. Welches Flugzeug auf deinem Flug eingesetzt wird, siehst du im Sitzplan.
Mit Meilen: Emirates gehört keiner Allianz an und ist kein Partner von Miles & More. Du brauchst Emirates-Skywards-Meilen. Membership Rewards® Punkte lassen sich übertragen, aber nur im Verhältnis 2:1 – aus 10.000 Membership Rewards® Punkten werden 5.000 Skywards-Meilen. Dazu kommen bei Emirates-Prämienflügen spürbare Zuschläge in bar.
Und Etihad The Residence?
Die dreiteilige Wohnung im Etihad-A380 (Wohnbereich, Schlafzimmer, eigenes Bad) ist ein Sonderfall. Mit Meilen ist sie für deutsche Sammler kaum erreichbar: Etihad Guest ist seit dem 16. Juni 2026 kein Transferpartner von Membership Rewards® mehr, und Prämienplätze sind sehr selten. Für die Planung mit Meilen spielt sie deshalb keine Rolle.
Wie viele Meilen brauchst du für die First Class?
Rechne mit deutlich mehr Meilen als für die Business Class – bei Lufthansa schnell eine sechsstellige Zahl pro Richtung – plus mehreren hundert bis rund tausend Euro Zuzahlung. Ein Rechenbeispiel für Lufthansa mit den Werten oben:
- Allegris First München–San Diego: 157.500 Meilen + ca. 1.000 Euro.
- Mit einer Miles & More Kreditkarte sammelst du privat 1 Meile je 2 Euro Umsatz. Für 157.500 Meilen wären das 315.000 Euro Kartenumsatz – ohne Flüge und Aktionen ist das für die meisten unrealistisch.
- Realistischer ist die Kombination aus Flugmeilen, Willkommensbonus, Partneraktionen und Meilenkauf in Aktionen.
Deshalb lohnt sich die First Class vor allem für Sammler mit großem Bestand. Wer weniger hat, bekommt mit der Business Class meist mehr Flug pro Meile – einen Überblick über die Lufthansa-Kabinen gibt unser Artikel Business Class 2026: Allegris, Meilen-Upgrade & Light-Tarif. Welche Karte dir welche Meilen bringt, zeigt der MileGuy Kreditkarten-Vergleich.
Wie findest du First-Class-Prämienplätze?
Mit Geduld und Flexibilität: Pro Flug gibt es nur drei bis acht First-Class-Sitze, davon gehen oft null oder einer als Prämie raus.
- Programm festlegen: Lufthansa über Miles & More, Singapore über KrisFlyer, Emirates über Skywards.
- Flugzeug prüfen: Nur A350-900 mit Allegris bzw. A380 haben die beschriebenen Kabinen. Der Flugzeugtyp steht bei der Buchung, die Kabinenversion im Sitzplan.
- Mehrere Termine und Ziele abfragen: Verfügbarkeit taucht einzeln und unregelmäßig auf.
- Erst suchen, dann übertragen: Membership Rewards® Punkte erst transferieren, wenn der Platz sichtbar ist – ein Transfer lässt sich nicht rückgängig machen.
Fazit: Welche First Class passt zu dir?
Für Miles-&-More-Sammler ist Lufthansa der einzige realistische Weg in die First Class, am ehesten mit der Allegris First ab München. Singapore Suites und Emirates First sind eigenständige Ziele, für die du gezielt in KrisFlyer oder Skywards sammelst – beide kosten beim Transfer aus Membership Rewards® deutlich mehr als Avios oder Flying Blue. Plane mit großem Meilenbestand, hohen Zuzahlungen und sehr wenigen Plätzen. Begriffe wie Zuschläge oder Saver-Tarif erklärt unser Glossar.