Die Miles & More Blue* Credit Card kostet 66 € im Jahr und sammelt genauso schnell wie die kostenlose MyFlex*: 1 Meile je 2 € Umsatz. Den Aufpreis zahlst du für einen einzigen, aber wichtigen Unterschied – den Schutz vor Meilenverfall – plus einen Willkommensbonus von aktuell 500 Prämienmeilen und 40 Points. Die Blue lohnt sich, sobald auf deinem Konto Meilen liegen, die sonst nach 36 Monaten verfallen würden. Wer nur gelegentlich sammelt und seine Meilen zeitnah einlöst, kommt mit der MyFlex aus.
Blue oder MyFlex: die Zahlen
Was ist der Unterschied zwischen Blue und MyFlex?
Beide Karten gibt die Deutsche Bank seit Oktober 2025 heraus, beide sammeln 1 Prämienmeile je 2 € Umsatz. Der Unterschied liegt beim Meilenverfall und beim Bezahlmodell. Die MyFlex ist dauerhaft kostenlos, schützt deine Meilen aber nicht: Sie verfallen nach der normalen Miles & More Regel 36 Monate nach dem Sammeln.
| Merkmal | MyFlex | Blue |
|---|---|---|
| Kartenpreis | 0 € | 5,50 €/Monat (66 €/Jahr) |
| Sammelsatz | 1 Meile je 2 € | 1 Meile je 2 € |
| Schutz vor Meilenverfall | Nein | Ja |
| Willkommensbonus | keiner | 500 Prämienmeilen + 40 Points |
| Automatische Rückzahlung | 10–50 %, Rest per Überweisung | bis 100 % einstellbar |
| Wolt+ / Avis | – | 6 Monate gratis / bis 25 % |
| Fremdwährung | 1,95 % | 1,95 % |
Die MyFlex hat laut Anbieter aktuell keinen Willkommensbonus. Den Bonus der Blue gibt es für Anträge bis 31.12.2026; er setzt voraus, dass du die Karte mindestens zwölf Monate behältst.
Worauf musst du bei der MyFlex achten?
Die MyFlex ist als Teilzahlungskarte angelegt: Automatisch abgebucht werden mindestens 10 % (mindestens 50 €) und höchstens 50 % des offenen Betrags. Den Rest musst du selbst überweisen – sonst fallen Sollzinsen im zweistelligen Prozentbereich an. Wer das vergisst, zahlt schnell mehr als die 66 € der Blue. Bei der Blue kannst du die automatische Tilgung im Kreditkarten-Banking dagegen auf bis zu 100 % einstellen.
Dazu kommt der fehlende Verfallschutz. Jede Meile, die du mit der MyFlex sammelst, hat ein Ablaufdatum. Gerade wer langsam auf einen Prämienflug spart, verliert so die ältesten Meilen, bevor das Ziel erreicht ist.

Ab wann lohnt sich der Aufpreis für die Blue?
Die Blue lohnt sich, sobald die Meilen, die ohne Karte verfallen würden, mehr wert sind als 66 € pro Jahr. Über den Umsatz allein rechnet sie sich gegenüber der MyFlex nie, weil beide gleich schnell sammeln.
Rechenbeispiel: Auf deinem Konto liegen 30.000 Meilen, gleichmäßig in den letzten drei Jahren gesammelt – rund 10.000 pro Jahr. Du sparst weiter auf einen Business-Class-Prämienflug.
Ohne Verfallschutz verfallen in den nächsten zwölf Monaten die ältesten rund 10.000 Meilen. Bei angenommenen 1,5 Cent pro Meile ergibt sich für ein Jahr:
| Karte | Verfallende Meilen | Verlust (1,5 Cent) | Kartenpreis | Kosten gesamt |
|---|---|---|---|---|
| MyFlex | ca. 10.000 | ca. 150 € | 0 € | ca. 150 € |
| Blue | 0 | 0 € | 66 € | 66 € |
Ergebnis: Die Blue spart dir in diesem Fall rund 84 € pro Jahr, solange du nicht einlöst – im ersten Jahr kommt der Willkommensbonus noch dazu.
Die Rechnung kippt umso stärker zugunsten der Blue, je größer dein Kontostand ist und je länger du sparst. Wer dagegen jedes Jahr einen Prämienflug bucht und das Konto regelmäßig leert, braucht den Schutz kaum.
Wichtig: Neue Meilen verlängern die Gültigkeit alter Meilen bei Miles & More nicht. Wie du deine Fristen im Blick behältst, erklärt Meilen vor dem Verfall retten – Fristen & Tricks 2026.
Für wen ist die Blue die richtige Wahl?
Die Blue passt zu dir, wenn mindestens eines davon zutrifft:
- Auf deinem Konto liegen Meilen, die in den nächsten Jahren verfallen würden.
- Du sparst über mehrere Jahre auf einen großen Prämienflug.
- Du willst deine Kreditkartenrechnung automatisch komplett abbuchen lassen – bei der Blue kannst du die Tilgung auf 100 % stellen, bei der MyFlex nicht.
- Du brauchst die Versicherungen der Gold nicht, weil du eigene Reiseversicherungen hast.
Die MyFlex passt eher, wenn du nur nebenbei sammelst, deine Meilen innerhalb von drei Jahren einlöst und die Teilzahlung im Griff hast. Die Gold ist die Wahl, wenn du zusätzlich Reiserücktritt, Auslandskranken- und Mietwagenversicherung willst – den Vergleich Blue gegen Gold findest du in Miles & More Kreditkarte 2026: Blue oder Gold.
Wie wechselst du später von Blue auf Gold?
Den Wechsel auf ein anderes Produkt stößt du laut Anbieter direkt im Kreditkarten-Banking an. So läuft es ab:
- Im Kreditkarten-Banking unter Produkte oder Karteneinstellungen die neue Karte auswählen.
- Produktinformationen und neuen Preis prüfen und bestätigen.
- Mit BestSign freigeben.
- Die neue Karte steht kurz danach digital bereit, die Plastikkarte kommt per Post; die PIN bleibt gleich.
Für Partnerkarten geht das nicht – hier kündigst du und beantragst neu. Du kannst also mit der Blue starten und später aufstocken, wenn du die Gold-Leistungen brauchst. Wann sich eine bestehende Karte nicht mehr rechnet, zeigt unser Kostencheck: Behalten oder kündigen.
Welche Nachteile hat die Blue?
- Keine Versicherungen: Reiserücktritt, Auslandskranken- und Mietwagenschutz gibt es erst mit der Gold.
- 1,95 % Auslandseinsatzentgelt auf Zahlungen in Fremdwährung
- Bargeld: 2 %, mindestens 5 € pro Abhebung
- Kein Lounge-Zugang – auch die Gold enthält keine Lounge-Besuche
- Kartenpreis in Meilen unattraktiv: 1.650 Meilen pro Monat entsprechen nur rund 0,33 Cent pro Meile.
Fazit: Blue oder MyFlex?
Die Miles & More Blue Credit Card ist keine bessere Sammelkarte als die MyFlex, sondern eine Versicherung für dein Meilenkonto. Wer Meilen über Jahre anspart, bekommt für 66 € im Jahr den Verfallschutz, einen Willkommensbonus und die Möglichkeit, die Rechnung automatisch komplett abbuchen zu lassen. Wer seine Meilen regelmäßig einlöst, kann bei der kostenlosen MyFlex bleiben. Alle Miles & More Karten mit aktuellem Bonus siehst du im MileGuy Kreditkarten-Vergleich.