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Foto: Mingyang LIU via Pexels
Tipps & Tricks
Aktualisiert am 25. Juni 2026

Flugsteuer gesenkt: Was Vielflieger ab Juli 2026 wissen müssen

Ab dem 1. Juli 2026 senkt die Bundesregierung die Luftverkehrsteuer und macht damit die Erhöhung der Ampelkoalition von Mai 2024 rückgängig. Für Vielflieger und Meilen-Sammler ergeben sich daraus konkrete Einsparungen bei jedem Ticketkauf.

Wann tritt die Senkung der Luftverkehrsteuer in Kraft?

Die neuen, niedrigeren Steuersätze gelten ab dem 1. Juli 2026. Ab diesem Datum zahlen Passagiere auf Flügen ab deutschen Flughäfen weniger Luftverkehrsteuer pro Ticket.

Wie hoch sind die neuen Steuersätze ab Juli 2026?

Ab dem 1. Juli 2026 gelten folgende Steuersätze je Ticket und Streckenkategorie:

Streckenkategorie Bisheriger Satz Neuer Satz ab Juli 2026 Ersparnis pro Ticket
Kurzstrecke (z. B. Deutschland, Europa) 15,53 € 13,03 € 2,50 €
Mittelstrecke (z. B. Nordafrika, Türkei) 39,34 € 33,01 € 6,33 €
Langstrecke (z. B. USA, Asien) 70,83 € 59,43 € 11,40 €

Wie viel spart ein Vielflieger konkret pro Jahr?

Wer sechs Langstreckenflüge im Jahr unternimmt, spart durch die Steuersenkung bereits rund 68 Euro im Jahr. Bei Gruppenreisen mit vier Personen auf der Langstrecke summiert sich der Vorteil pro Buchung auf 45,60 Euro.

Warum wird die Luftverkehrsteuer 2026 gesenkt?

Die Bundesregierung setzt mit der Senkung die Steuersätze auf das Niveau zurück, das vor der Erhöhung durch die Ampelkoalition im Mai 2024 galt. Die Änderung folgt u. a. Forderungen der Luftfahrtbranche, darunter Ryanair und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), welche die vollständige Abschaffung der Steuer anstreben.

Um wie viel Prozent sinken die Ticketpreise durch die Steuerreform?

Experten rechnen mit einer Reduzierung der Ticketpreise von etwa 1 bis 2 Prozent. Bei einem Langstrecken-Ticket für 800 Euro entspricht das einer Ersparnis von 8 bis 16 Euro.

Welche Auswirkungen hat die Senkung auf den Staatshaushalt?

Die Bundesregierung rechnet für 2026 mit Mindereinnahmen von rund 185 Millionen Euro. Bis 2030 könnten die jährlichen Einbußen auf bis zu 355 Millionen Euro ansteigen.

Ab wann lohnt es sich, Flugtickets für Herbst und Winter zu buchen?

Tickets für Reisen ab Herbst 2026 sollten erst nach dem 1. Juli 2026 gebucht werden, da Airlines die niedrigeren Steuersätze dann zumindest teilweise an die Passagiere weitergeben – auch aus Wettbewerbsdruck heraus.

Auf welcher Streckenkategorie ist die absolute Ersparnis am höchsten?

Die höchste absolute Ersparnis ergibt sich auf der Langstrecke mit 11,40 Euro pro Ticket – gegenüber 2,50 Euro auf der Kurzstrecke und 6,33 Euro auf der Mittelstrecke.

Wie kann ich die Steuersenkung mit Kreditkarten-Vorteilen kombinieren?

Kreditkarten wie die Amex Gold oder die Miles & More Kreditkarte gutschreiben dir zusätzlich Meilen auf jeden Ticketkauf, sodass du gleichzeitig von niedrigeren Steuern und Meilen-Gutschriften profitierst.

  • Tickets ab Juli smart buchen: Plane Reisen für Herbst 2026 und buche erst nach dem 1. Juli – dann gelten die neuen Steuersätze.
  • Langstrecke priorisieren: Die absolute Ersparnis ist auf der Langstrecke mit 11,40 € pro Ticket am höchsten.
  • Mit Kreditkarten-Cashback kombinieren: Meilen auf Ticketkäufe und niedrigere Steuern ergänzen sich direkt.
  • Preis-Alerts setzen: Nutze Google Flights oder Skyscanner, um Preisbenachrichtigungen einzurichten. Sobald Airlines die Steuersenkung einpreisen, kannst du sofort buchen.
  • Gruppenreisen planen: Bei vier Personen auf der Langstrecke beträgt der Steuervorteil direkt 45,60 Euro pro Buchung.

Wie nutze ich Preis-Alerts, um von der Steuersenkung zu profitieren?

Richte auf Google Flights oder Skyscanner Preisbenachrichtigungen für deine gewünschten Routen ein und warte, bis Airlines die Senkung ab dem 1. Juli eingepreist haben – dann erhältst du automatisch eine Benachrichtigung und kannst zum günstigeren Preis buchen.

Was bedeutet die Steuersenkung für Gruppenreisen?

Bei einer Reisegruppe von vier Personen auf der Langstrecke summiert sich der Steuervorteil auf 45,60 Euro pro Buchung, da die Ersparnis von 11,40 Euro je Ticket direkt multipliziert wird.

Fazit: Was sollten Vielflieger ab Juli 2026 tun?

Die Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 reduziert die Steuerbelastung auf Kurzstrecken um 2,50 €, auf Mittelstrecken um 6,33 € und auf Langstrecken um 11,40 € pro Ticket. Ein drastischer Preissturz ist nicht zu erwarten, aber die Kombination aus niedrigeren Steuern, strategischer Buchungsplanung und Meilen-Kreditkarten ergibt für regelmäßige Reisende einen messbaren Effekt.

Häufige Fragen


Gilt die neue Luftverkehrsteuer auch für Tickets, die vor dem 1. Juli gebucht wurden?
Entscheidend ist das Abflugdatum: Flüge mit Abflug ab dem 1. Juli 2026 werden zum neuen, niedrigeren Satz besteuert, unabhängig davon, wann das Ticket gebucht wurde.

Gibt es Ausnahmen von der Luftverkehrsteuer?
Transferpassagiere ohne Zwischenlandung in Deutschland sowie Flüge auf deutschen Inseln (z. B. Helgoland) sind grundsätzlich steuerbefreit. Frachtflüge unterliegen der Steuer nicht.

Wie wird die Streckenkategorie bestimmt – nach Start- oder Zielflughafen?
Maßgeblich ist der Zielflughafen des gebuchten Flugsegments. Die Einstufung in Kurz-, Mittel- oder Langstrecke richtet sich nach der Entfernung vom deutschen Abflughafen zum Endziel.

Werden alle Airlines die Steuersenkung an Passagiere weitergeben?
Eine gesetzliche Pflicht zur Weitergabe gibt es nicht. Experten rechnen aber damit, dass Airlines die Ersparnis zumindest teilweise weitergeben, da Wettbewerbsdruck im Niedrigpreissegment hoch ist.

Könnte die Luftverkehrsteuer in Zukunft vollständig abgeschafft werden?
Ryanair und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) fordern die vollständige Abschaffung. Eine konkrete gesetzliche Initiative dazu besteht zum Stand Juli 2026 nicht.

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